Schellack, ein Naturharz, gelöst in unvergälltem Ethanol, trocknet rasch, duftet mild und bleibt reparabel. Die französische Politur baut Glanz über viele dünne Lagen auf, unterstützt durch Bimsmehl zum Porenfüllen. Kratzer lassen sich lokal anlösen und einebnen, ohne großflächiges Neuanfangen. Die Haptik bleibt warm, der Ton des Holzes vertieft sich, und die Raumluft bleibt unbelastet.
Kaltgepresstes Leinöl, am besten polymerisiert und frei von Kobaltsikkativen, dringt tief ein, härtet oxidativ und betont Maserung. Reines Tungöl bietet ausgezeichnete Wasserbeständigkeit mit natürlichem Finish. Bienenwachs verleiht Samtigkeit, Carnaubawachs erhöht Härte und Kratzfestigkeit. Dünn aufgetragen, gut auspoliert und mit ausreichender Trocknung entstehen belastbare Oberflächen, die sich leise abnutzen und leicht regenerieren lassen.
Kaseinfarbe, angerührt aus Quark und Kalk, ergibt matte, atmende Anstriche, ideal für Weichholz oder Innenflächen. Pflanzenbeizen und erdige Pigmente erlauben nuancierte Töne ohne scharfe Gerüche. Dünn aufgetragen und mit Wachs geschützt, wirken sie authentisch, lassen Faserstruktur sprechen und bleiben übermalbar. So entstehen ruhige, zeitlose Farbflächen, die dem Möbel Tiefe, Wärme und Zurückhaltung verleihen.
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